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Patientenbeispiel
Gerinnungsstörung
Eine weitere Patientin (29) kam zu mir in die Sprechstunde,
da bereits drei erfolglose Embryotransfers durchgeführt
wurden.
Die Ursache lag bei deren Ehemann, der ein ausgeprägtes
OAT-Syndrom, (stark eingeschränkte Spermienqualität)
hat.
Wie bei sehr vielen Patientinnen wurden bisher keine
umfassenden Untersuchungen durchgeführt, weder
auf genetische Risikofaktoren, noch auf immunologische
und auch nicht auf Gerinnungsstörungen.
Bei den nun veranlassten Untersuchungen fand sich eine
Faktor V LEIDEN Mutation, eine genetisch bedingte Veränderung
(veränderter Aufbau) des Gerinnungsfaktor V. Interessant
ist auch das es in der Familie der Patientin schon mehrfach
Herzinfarkte u. ä. gegeben hat, was diesen Befund
noch bestätigt.
Weitere Ursache für die bislang erfolglose Kinderwunschbehandlung
ließen sich bei dieser Patientin nicht finden.
Die Therapieempfehlung lautete also bereits von Anfang
der Stimulation an mit Heparinspritzen die Durchblutung
und den Schleimhautaufbau optimal zu unterstützen
und zu verbessern.
Bereits beim ersten Embryotransfer unter dieser Behandlung,
wurde die Patientin schwanger und ist nun stolze Mutter
eines gesunden Jungen.
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